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Ein Land schafft sich ab


Ein Bundesbanker spaltet das Land. Aber nicht weil er sich zu finanzpolitischen Problemen äußert, sondern zu innenpolitischen. Genauer gesagt zur Integrations- und Bildungspolitik.

Das Buch von Dr. Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ sowie seine Aussagen werden heiß diskutiert, der Verlag kommt mit dem Drucken neuer Exemplare kaum noch hinterher. Vorweg: Es bleibt zu hoffen, daß alle die gekauften Exemplare auch gründlich gelesen werden.

Denn das Buch war noch nicht mal auf dem Markt, als die Debatte darüber los ging: Politiker aller(!) Parteien sowie die Medien droschen auf den ehemaligen Berliner Finanzsenator der SPD ein: böse, gefährlich und rassistisch sei das Buch mit seinen Behauptungen. Es diskriminiere die moslemische und im speziellen die türkische und arabische Minderheit in Deutschland.

Was Medien und Politik aber vielleicht nicht sofort merkten: Mit ihren negativen Äußerungen und Kommentaren über Sarrazin stellen sie diesmal die Minderheit. Denn der Otto-Normal-Leser, die immer ernst genommene Parteimitgliederbasis (und nicht nur die sozialdemokratische), einfach die Mehrheit des Volkes in diesem Land teilt größtenteils die als Skandal titulieren Thesen von Herrn Dr. Sarrazin.

Wahrscheinlich wurden dem deutschen Michel die Erfolge der Integration noch nicht oft und deutlich genug vorgekaut. Oder noch schlimmer: die (autochthonen) Deutschen sind alles verkappte  Nazis. Aber vielleicht ist es auch einfach so, daß der kleine Mann auf der Straße (oder in der Straßenbahn) die Erfolge der Integration einfach anders wahrnimmt als jemand, der aus seiner Limousine immer nur den freundlichen türkischen Obst- und Gemüsehändler von nebenan sieht?

Vielleicht haben die Deutschen und auch Sarrazin, wie er selbst sagte, wirklich Angst, irgendwann im eigenen Land nicht mehr die Mehrheit zu sein. Einige mögen das lächerlich finden und auch drüber lachen. Wenn aber die überwältigende Mehrheit der Politiker über gewisse Ängste des Volkes nur müde lächelt und den Überbringer schlechter Nachrichten in eine gewisse Ecke stellen oder gar sozial und politisch exekutieren wollen, dann kommt man zumindest nicht darum herum, Dr. Sarrazin in einem Punkt Recht zu geben: Deutschland schafft sich ab - Wir setzen unser Land aufs Spiel!


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